TRAVEL Travel Asia

TRAVEL DIARY: THAILAND – Die zweite Heimat

04/10/2015

Thailand – Das Land des Lächelns. Auf keine andere Reise habe ich mich mehr gefreut als auf Thailand. Es ist schon ziemlich abgefahren genug, dass ich halb Thailänderin bin. Aber jede Reise in die zweite Heimat löst ein gewisses Kribbeln in mir aus. Es ist die Kultur, die andere Mentalität und die große Entfernung zum gewohnten westlichen Europa und dem Alltag hier, die mir ein anderes Gefühl von Geborgenheit verleiht. Jedes Mal wenn ich lande, denke ich „Wow, das ist also ein Teil von mir“. Natürlich ist auch eins der schönsten Ereignisse, die Verwandten und die Familie zu sehen, die man sonst nur bei Telefonaten oder Skype-Gesprächen hört und sieht. Es war auch wirklich schön mal wieder mit meiner Familie aus Stuttgart unterwegs zu sein, da ich durchs Studium und durch den Umzug nach Wien, sie eher selten zu Gesicht bekomme. Ich habe es sogar geschafft ein kleines Reisevideo zu drehen. Insgesamt waren wir drei Wochen in Thailand unterwegs und waren in den Regionen Ubon Ratchathani, Krabi und anschließend zwei Tage in Bangkok.

ANREISE / UBON RATCHATHANI

Mit meinem voll bepackten blau-weiß gestreiften Koffer stand ich also am Stuttgarter Hauptbahnhof und zählte die Minuten bis zur Abfahrt des Zuges. Ich wusste, dass es eine lange und anstrengende Reise sein wird und hatte zum Glück genug Equipment, um mich die nächsten Stunden zu beschäftigen. Es ist schon verrückt, meine neunte Reise nach Thailand stand an und ich fühlte mich trotzdem wie ein kleines Kind, das endlich sein Geburtstagsgeschenk öffnen darf. Wir flogen von Frankfurt aus und sind somit erst mal zwei Stunden im Zug gesessen.  Von dort aus ging alles ganz schnell. Wir gingen zum Check-in, gaben unsere sieben Gepäckstücke ab (in den meisten Koffern und Taschen befanden sich Geschenke für die Familie) und vertrödelten unsere Zeit im Duty-Free-Bereich. Geflogen sind wir mit Thai Airways. Da mein Ticket nachgebucht wurde, saß ich also alleine, was ich eigentlich gar nicht schlimm fand. Trotz dessen war es schon drei Jahre her, dass ich das letzte Mal über zehn Stunden geflogen bin. Die Zeit im Flugzeug verbrachte ich mit Filme schauen und Musik hören. 

Wir kamen morgens um ca. sechs Uhr am Bangkoker Flughafen an. Ich war zugegeben ziemlich fertig, da ich ja lieber Filme schauen wollte als zu schlafen. Als ich den großen Airbus 380 verließ und durch den Gangway stolperte, kam mir schon die erste Welle von schwüler Luft entgegen. Ich musste schmunzeln, da die meisten Leute jetzt schon deshalb meckerten. Der Suvarnabhumi Airport selbst ist riesig und ich bin jedes Mal wieder davon überrascht was für eine architektonische Arbeit dort geleistet wurde.

Da wir einen Puffer, von vier Stunden hatten gab es zumindest keine Hektik beim Umchecken des Gepäcks. Von Bangkok aus reisten wir nämlich direkt in die Region „Ubon Ratchathani“. In dieser Region liegt nämlich das Herkunftsdorf meiner Mutter. In der Nähe der kleinen Stadt (ich würde schon sagen eher Dorf) „Kantharalak“ liegt das noch kleinere Dorf „Khanun“. Vielen wird das wahrscheinlich nichts sagen, aber im Grunde genommen ist das gut so. Denn jedes Mal wenn ich auf dem Weg dorthin bin, habe ich das Gefühl ich fahre ins Nirgendwo. So würde es sich auch bestimmt für die meisten anfühlen. Ich saß mich extra auf die Ladefläche des Pickups, um schon ein wenig die thailändische Sonne zu genießen und mehr Eindrücke über die Umgebung zu gewinnen. Dies habe ich später dann bereut, da ich mir mit dieser Aktion einen Sonnenstich einholte. Naja man lernt ja anscheinend durch Fehler. Nach einer Weile wurden die Straßen holpriger und ich wusste wir sind bald da.

Die Müdigkeit stand nicht nur mir ins Gesicht geschrieben, sondern auch dem Rest meiner Familie. Nach dem ich ein bisschen geschlafen hatte und den halben Tag damit verbracht habe Verwandte zu treffen, konnte ich vom Balkon einen Blick auf das Abendwetter werfen. Viele Leute finden es nicht so toll in der sogenannten Regenzeit in Thailand zu sein, aber in den Bildern kann man nur leichte Eindrücke sehen was für Anblicke man zu dieser Zeit genießen kann. Gewitter haben einfach etwas Magisches für mich. Das Dorf besteht größtenteils aus Häusern, die aus Holz gebaut sind. Häuser aus Stein gibt es sehr selten. Es ist alles so einfach, dachte ich mir als ich ein Blick über das Dorf geworfen habe. Simpel und einfach. Vielleicht ist es auch das, was mir gerade im Alltag fehlt und mich nicht ruhig schlafen lässt. Als mich die ersten Mückenstiche quälten, wusste ich, dass es Zeit war wieder zu Bett zu gehen. 

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Ich hab die Zeit genossen und ein bisschen mich selbst reflektiert. Das geht nämlich doch irgendwie am Besten, wenn man ganz weit weg von Zuhause ist und einfach nur für sich sein kann. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich im Jahr 2012 während des Thailandaufenthaltes genauso eine Phase hatte. Im Dorf kann man eben doch die Seele baumeln lassen. Man ist abseits von dem ganzen Trubel, den ganzem Chaos und dem „ach so regulierten Leben“ , dass man auf der anderen Seite der Weltkugel führt. Mein Alltag im Dorf war auch deshalb so einfach strukturiert. Ich bin morgens aufgestanden und habe erstmal was gegessen. Die Hitze machte es kaum möglich, dass ich nicht mindestens zwei Mal am Tag geduscht habe. Manchmal hab ich ein bisschen geschrieben und gelesen. An anderen Tagen war ich mit dem Sohn meines Cousins spielen. Dieser hat mich ziemlich auf Trapp gehalten. In diesen Momenten habe ich mich gewünscht, wie er zu sein. Unbeschwert & frei von allen Verpflichtungen. Ich hab gemerkt wie einfach es eigentlich ist, sich auch an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen. Den Rest der Tage schlenderten wir durch Märkte, wo wir meistens Tonnen an Essen für das gemeinsame Familienessen kauften.  Ich wollte unbedingt Minibananen mit nach Deutschland nehmen, aber das war dann doch nicht so einfach. Einen anderen Tag besuchten wir die alten Reisfelder, die unserer Familie gehören.

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In der ersten Woche versuchte ich ein bisschen mein Thailändisch aufleben zu lassen. Es klingt komisch, aber ich verstehe gesprochenes thailändisch, nur habe ich irgendwie das Sprechen durch fehlende Übung verlernt. Das Schreiben und Lesen beherrsche ich leider gar nicht mehr. Es ist immer ziemlich lustig, da die meisten Thailänder nicht davon ausgehen, dass ich sie verstehe, weil ich  eher als Europäerin ankomme. So hab ich mir auch schon den ein oder anderen Spaß draus gemacht. Die Tage im Dorf vergingen so schnell, der Abschied von der Familie ist immer etwas seltsam, weil man nie wirklich weiß wann man sich das nächste Mal sieht und in die Arme schließen kann. Ein bisschen wehmütig, verließen wir früh morgens das Dorf um von Ubon Ratchanthani über Bangkok nach Krabi zu fliegen. 

KRABI 

Als wir kurz vor der Landung waren blickte ich schon ziemlich neugierig aus dem Fenster und sah überall nur Grün. Kolonien von Palmen bedeckten Kilometer weit die Erde. Krabi war auch für mich noch Neuland und so war auch ich ziemlich gespannt, was mich dort erwarten würde. Wir landeten wirklich mitten im Grünen, der Flughafen war überschaubar, aber schon sehr modern gestaltet. Vom Flughafen aus mussten wir noch ca. eine halbe Stunde bis 40 Minuten zum Klong Muang Beach fahren, wo wir zwei Zimmer im Beyond Krabi Resort gebucht hatten. Wir haben uns für den Klang Muang Beach entscheiden, weil wir dieses Mal nicht so gerne im Zentrum sein wollten und uns wirklich nach einem ruhigeren Ort sehnten. Wer es also im Urlaub nach einer Ruheoase sehnt, der ist mit dem Klong Muang Beach völlig bedient. Die Anlage des Beyond Resort Krabi lag direkt am Strand und sie war sehr grün. Man hat sich schon fast wie in einem kleinen Dschungel gefühlt. Als wir dann in der Rezeption standen, hatten wir den direkten Blick aufs Meer. Das Meeresrauschen, die kleinen Holzboote und die vielen Palmen machten den Ausblick perfekt.Da die Cottage-zimmer alle ausgebucht waren entschieden wir uns für die zweite Zimmervariante. Diese Zimmer lagen in der Grünanlage und sahen von außen sehr aus wie Bungalows, was super zu der tropischen Atmosphäre passte. Ein Zimmer war direkt erreichbar und das zweite Zimmer befand sich über dem ersten. Man gelangte auf der anderen Seite des Hauses über eine kleine Treppe in das zweite Zimmer. Die Zimmer waren ziemlich groß und auch das Bad hatte genug Platz für meine Schwester und mich geschaffen. Das Personal war äußerst freundlich und hat uns wirklich von Anfang an sehr gut betreut. Wir haben uns direkt sehr wohl gefühlt und haben uns nach der Anreise erstmal ein wenig ausgeruht. Trotz dessen wollten wir auch unbedingt an den Strand und auch was Essen. Da es dann schon später Nachmittag war und das Wasser durch die Ebbe zurückgegangen war, spazierten wir ein wenig am Strand entlang und genossen vom Hotelpool die Aussicht. Jeder Sonnenuntergang war anders und jedes Mal ziemlich einzigartig, da ja auch das Wetter die Tage ziemlich wechselhaft war. Ich hab gefühlt von den Abenden am Strand über 10.000 Fotos geschossen. 

 

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In den ersten Tagen haben wir die verschiedenen Inseln besucht, die man von Krabi aus per Boot recht schnell erreichen kann. Wir waren am Ende ungefähr an zwei Tagen auf 8-9 Inseln, die alle unter Naturschutz stehen. Einmal sind wir mit einer Reisegruppe auf einem kleinen Boot unterwegs gewesen und einmal waren mit einem typischen Longtail Boat aus Holz unterwegs, welches eindeutig mehr Privatsphäre hat. Ich würde jedem empfehlen auf einem Longtail Boot die Inseln zu besuchen, weil es ein viel schöneres Erlebnis ist, wenn man nicht gerade mit 40 anderen Leuten die Inseln entdecken will. Früher durfte man die meisten Inseln noch nicht wirklich alle besuchen und sie waren für Touristen nicht erreichbar. Bekannt sind die Inseln vor allem auch durch Filme. Man konnte die sogenannte „James Bond Island“ auch von Krabi aus erreichen, wo die damaligen  Szenen für „The man with the Golden Gun“.  Das absolute Highlight für mich war die Insel Koh Phi Phi und ihre Buchten, die einfach nur traumhaft schön waren und mit keinem anderen Strand vergleichbar waren, die ich bisher in meinem Leben gesehen hatte. Hier wurde auch der berühmte Fílm „The Beach“ von Danny Boyle gedreht, mit dem damals noch jungen Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle.

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Das Wasser war so klar, dass man an den Stränden mit Fischen schwimmen konnte und die Korallenriffe mit dem bloßen Auge beim Schnorcheln erkennen konnte. Ko Phi Phi ist das absolute Paradies für Schnorchler und Taucher. Der Tsunami von 2004 hat auch hier ganz klar seine Spuren hinterlassen und die Landschaft ziemlich verändert, wie der Reiseleiter (er nannte sich selbst Mister Joe und man merkte er kannte sich ziemlich aus) uns erzählte. Auf vielen Inseln wurden riesige Muscheln und Teile von Korallenriffen an den Strand gespült, die heute noch an die Naturkatastrophe erinnern, die in Thailand über 8.000 Menschen in den Tod riss. Man kann sich nur ansatzweise vorzustellen, was für Naturgewalten damals geherrscht haben müssen. Auf den Insel-Touren kamen wir auch an atemberaubenden Höhlenkonstrukten vorbei, in denen Affen hausten, aber auch Fledermäuse ihren Zufluchtsort sehen. Leider hinterlässt der Tourismus auch ganz klar seine Spuren und gerade die kleinen Inseln werden trotz dem Naturschutzgebiet stark verschmutzt und überlaufen, was natürlich verheerende Folgen für die ökologische Struktur hat. Der Massentourismus könnte daher für dieses Gebiet zum Problem werden, auch wenn er den Inseln viel Geld bringt, muss gegen die Verschmutzung was getan werden. Wenn ich jetzt so im kalten Wien sitze, geht mir das Herz auf und das Fernweh quält mich.

Da ich gerne eine Rafting-Tour machen wollte, entschieden wir uns für einen Tag eine Art Insel-Safari Tour zu machen. Von Krabi aus sind wir dafür 2 Stunden ins Landesinnere gefahren. Die felsigen Steine waren auch hier Kilometerweit in die Höhe geschossen und je mehr wir ins Landesinnere fuhren, desto mehr fühlte ich mich wie in einem Dschungel. Das Rafting stand zum Glück als erste Aktivität auf der Liste. Ich wurde zufälligerweise mit auch zwei deutschen Mädchen in eine Gruppe eingeteilt und wir hatten jeweils zwei Helfer in unserem Boot, was bei uns wirklich nötig war, da wir alle keine Ahnung hatten, wie wir das Boot überhaupt in eine Richtung gelenkt bekommen sollten. Man musste sich auf jeden Fall gut festhalten um nicht rauszufallen, vor uns sind zwei Boote so zusammengekracht, das alle ins Wasser gefallen sind. Im Vergleich zu Ihnen hatten wir sehr viel Glück. Am Ende des Raftings waren wir trotzdem von oben bis unten klitschnass, aber auch ziemlich glücklich, diese Erfahrung mal gemacht zu haben. Ich werde es auf jeden Fall nochmal ausprobieren. Das nächste Mal dann hoffentlich mit einem richtigen Kurs. Hier noch ein Schnappschuss von unserer holprigen Fahrt. 

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Nach der Raftingtour, Lunch und einem Aufenthalt in einem Tierpark, besuchten wir noch einen Art Früchtegarten, wo man dann z.B. die Drachenfrucht oder Durian probieren konnte und anderes thailändisches Obst was es nicht in jedem typischen Supermarkt in Europa gibt. Als letzten Punkt fuhren wir noch zu einem kleinen versteckten Wasserfall. Auch wenn ich liebend gerne noch schwimmen gegangen wäre, meine Müdigkeit hatte doch gesiegt und deshalb bin ich nur noch herumspaziert und habe ein paar Fotos gemacht. In der Nähe des kleinen Wasserfalls, war noch eine riesige Holzbrücke, die ziemlich gigantisch wirkte. Irgendwie erinnerte sie mich an ein riesiges Tor und hatte was ganz besonderes. Die Islandtour war insgesamt ziemlich interessant, auch wenn die Hin- und Rückfahrt  aus Krabi ein wenig lange gedauert hat. Ich würde jedem empfehlen sich die  Preise in Reisebüros anzuschauen und nicht direkt beim Hostel oder Hotel. Die im Hotel/Hostel sind meistens etwas teurer als die Preise direkt vor Ort.

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Krabi und die Umgebung hat so viel zu bieten. Wir haben zehn Tage dort verbracht, aber ich hab das Gefühl ich habe noch lange nicht alles gesehen. Natürlich kommt es immer darauf an mit wem man verreist und wie man verreist. Trotz des Familienurlaubs denke ich, dass ich dort das Beste rausgeholt habe. Die Tage vergingen wie im Flug und irgendwie hätte ich mir an manchen Tagen gewünscht, doch noch ein wenig länger zu bleiben. Von Krabi aus ging es dann wieder zurück nach Bangkok, wo wir dann doch noch zwei Tage verbrachten. Ich habe versucht hier wirklich die besten Bilder reinzustellen, aber meistens konnte ich mich nicht entscheiden, da man gerne jeden Moment aufgenommen hätte. Viele Sachen haben wir 

Wir haben an einigen Abenden auch die Stadt Ao Nang besucht. Auch sie besitzt eine lange Strandpromenad. Ao Nang ist belebter als der Klong Muang Beach und es wimmelt nur von kleinen Cafés und unzähligen Restaurants. Auch Bars und ein gewisses Nachtleben gehören hier dazu. Es gab auch sehr viele kleine Nachtmärkte, die natürlich viele Holzschnitzereien und ganz viele Mitbringsel und Geschenke, die man aus dem Urlaub vielleicht seinen Liebsten mitbringen will verkauften. Würde ich alleine oder mit Freunden unterwegs sein, hätte ich mich ganz klar für Ao Nang entschieden, da irgendwie jeden Abend dort was los war, aber gut vielleicht dann beim Nächsten Mal. In Ao Nang kann man auf jeden Fall Spaß haben und genauso gut die Sonnenuntergänge genießen, wie sonst wo anders in Krabi. 

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BANGKOK / ABREISE 

Trotz des kurzen Aufenthalts in Bangkok hatten wir eine schöne Zeit dort. Bangkok ist im Vergleich zu den anderen zwei Orten, die wir besuchten, das komplette Gegenteil. Wolkenkratzer, überall Verkehr, sehr viel Staub und Abgase und sehr viele Menschen kennzeichnen die Stadt. Die Verschmutzung ist enorm, was vor allem die Abgase betrifft. Viele Thais selbst laufen deshalb meistens auch mit Mundschutz rum, um sich selbst wenigstens etwas zu schützen. Als wir in Krabi waren, also Mitte August ist in Bangkok zwei Mal eine Bombe explodiert. Daher herrschte in Bangkok danach noch sehr viel Unruhe, was auch verständlich war. Es ist sehr beunruhigend gewesen, denn es hätte genauso gut mich und meine Familie treffen können, wenn wir zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen wären. Ich kann nicht mal wirklich Worte dafür finden. Auf der Welt passieren so viele schreckliche Dinge, da ist man manchmal einfach nur sprachlos. Welchen Grund auch immer diese Organisation hatte und wer auch immer dahinter steckt ist weiterhin noch nicht richtig bekannt. Ich hoffe einfach nur, dass für Aufklärung gesorgt wird und die Täter gefasst werden, damit sowas nicht sonst noch wo passieren kann. Viele Taxifahrer sind daher auch gar nicht mehr ins Zentrum gefahren, weil sie Angst hatten. Man hat aber auch gemerkt, dass Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind und stärkere Kontrollen geherrscht haben. 

Wir verbrachten die zwei Tage am Fluss Chao Phraya in einem Ibis Hotel, welches für den kurzen Stadttrip perfekt war. Wir sind an einem Abend, durch die Nachtmärkte gelaufen und haben uns nach den letzten Geschenken und Mitbringseln für Freunde & Familie umgeschaut, den Nachmittag haben wir in einem riesigen Einkaufszentrum verbracht, in dem es auch z.B. eine Eislaufbahn gab, was für mich als sehr unnötig und nutzlos vor kam. Aber anscheinend ist das ja ein Trend in riesigen Einkaufszentren. Natürlich ließen wir uns es nicht entgehen, eine Tuktuk-Fahrt zu machen. Irgendwie ist es einfach Tradition geworden, das mindestens einmal in Bangkok zu machen, auch wenn ich meistens danach gefühlte fünf Knoten in den Haaren habe. Bangkok ist gigantisch und deshalb sind zwei Tage viel zu kurz um irgendwas richtig zu besichtigen. Natürlich bin ich als Stadtkind ein Fan von Hauptstädten, aber irgendwie waren mir die zwei Tage Trubel in Bangkok ausreichend genug. 

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Die zwei Tage waren so schnell vorbei, gefühlt eigentlich genauso schnell wie die ganzen drei Wochen in Thailand. Auf dieser Reise habe ich wieder ein kleines Stück mehr der thailändisches Kultur kennen gelernt. Ein kleine Stückchen mehr von meiner Hälfte. Was ich auf jeden Fall weiß, wird das nicht meine letzte Reise nach Thailand gewesen sein. Ich habe mir auch vorgenommen mal ganz schlicht und einfach mit dem Rucksack durch Asien zu reisen, aber bis dahin wird noch viel Zeit vergehen. Thailand ist ein tolles Land und ich hätte wahrscheinlich an keinem anderen Ort mich besser vom Studieren und dem ganzen Rest erholen können. 

Da ich so viel Bild & Filmmaterial übrig hatte, habe ich mich jetzt das erste Mal getraut, sowas wie ein Art „Reisevideo“ zu machen. Irgendwie war das am Anfang gar nicht so einfach, aber am Ende hatte ich (mehr oder weniger) den Bogen raus. Das ist also mein erstes Experiment für einen Videoschnitt. 

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